Da Luca mit Papas Hilfe schon viel von unserem zweiten Tag in Paris geschrieben hat, verzichte ich darauf, nochmals über die Stadt an der Seine zu berichten. Von Paris sind wir nach einem kurzen Stopp in einem Outlet direkt an den Atlantik gefahren und zwar nach Merville-Franceville-Plage. Wir konnten uns einen netten Campingplatz direkt in den Dünen am Meer aussuchen. Es war noch nicht viel los, da die Auffahrtstage ja zum Glück erst kommen werden. Das Wetter war auch nicht schlecht. Zwar ging ein kühler Wind, dafür war es trocken. Und wenn man mit dem „Hudelwetter“ in der Schweiz vergleicht, können wir eigentlich von schönem Wetter  berichten. Ihr werdet es nicht glauben, aber wir haben am Mittwoch sogar das Frühstück im Freien genossen!

Der Strand war so, wie ihn sich Mama und Papa vorgestellt haben. Nicht nur bei Ebbe sondern auch bei Flut war es ein riesiger, wilder Strand mit vielen Muscheln, starkem Wind und fast keinen Leuten. Man sah dutzende von Kyte Surfern, Fischern, Reitern und sogar einen Go-Kart-Fahrer mit Segel.

Wir sind drei Nächte an diesem Ort geblieben, da Luca und Andrina wieder einmal ausgiebig Schule machen durften (...). Auch das Spielen in den Dünen und das Lesen durfte nicht zu kurz kommen.

   

Am Abreisetag mussten wir unseren Kühlschrank füllen und dies war wohl ein Fehler. Am Auffahrt-Freitag war halb Frankreich am einkaufen. Wir sind im Carfour zuhinterst angestanden, bis wir endlich an der Kasse waren. Zum Glück haben wir ja Zeit! Danach besuchten wir das nahegelegene Militärmuseum. In der Normandie wurde der zweite Weltkrieg entschieden mit dem Angriff des 9. Fallschirmjägerbataillons der Alliierten Truppen gegen die Deutschen. Dies war in der Nacht des 5. auf den 6. Juni 1944, dem sogenannten „D-Day“. Man sah nebst Bunkern, Fliegern und vielen Uniformen und Waffen auch einen Unterstand, in dem der Angriff in der historischen Nacht simuliert wurde. Das tönte etwa so => Link.

 

Weiter ging unsere Reise entlang der Küste in Richtung Le Havre. Zwischen Cabourg und Honfleur reihte sich ein herziges Städtchen an das Nächste. Nach dem mondänen Badeort Deauville machten wir Halt im alten Hafenbecken von Honfleur. Wegen dem schönen Wetter und dem verlängerten Wochenende (Auffahrt) waren viele Touristen unterwegs. Alle genossen die Sonne in den Gartenwirtschaften direkt am Hafen. Mama und Papa waren vor allem von den sechsstöckigen, schmalen Bürgerhäuser aus dem 17. Jh. sehr beeindruckt. Auch die engen Gassen mit vielen Restaurants und Geschäften versprühten viel Charme und vermutlich ist Honfleur die schönste Stadt an der Côte Fleurie. Gefällt sie euch auch?

Nachdem wir uns mit Crepes verköstigt haben fuhren wir über die längste Hängebrücke Europas bei Le Havre und unser Ziel war das kleine Fischerdörfchen Etretat. Dieser Ort ist berühmt für seine malerische Lage in einer Bucht, die an beiden Seiten von Kreidefelsen eingerahmt wird. Das muss man gesehen haben.

 

Nachdem wir etwas ausserhalb einen Parkplatz für unser „riesen Wohni“ gefunden haben, hat mich Papa in den Tragrucksack gepackt und wir haben unsere Entdeckungstour gestartet. Da gerade Ebbe war, konnte man weit ins Meer hinaus laufen und am Strand wunderschöne runde Steine bestaunen und sammeln, dies hätte sicher Nonna gefallen. Anschliessend sind wir auf die südliche „Falaise“, so nennt man die Kreideklippen, gestiegen. Eine traumhafte Sicht über Felsen und das Meer im Abendlicht hat uns für die Strapazen entschädigt. Hier ein „geklautes“ Bild aus dem Internet.

Unmittelbar in der Nähe des Dorfes haben wir einen kleinen Camping gefunden. Leider war der nicht gerade gut ausgerüstet. Es hatte weder warmes Wasser noch genügend Spannung für unsere Elektroheizung. Leider wird es in der Nacht immer noch recht kalt und bei klarem Himmel fällt das Thermometer auf unter 5°C. Da muss man auch mit einem gut isolierten Wohni die Heizung laufen lassen. Und da wir nicht mehr so viel Gas haben, möchten wir lieber mit dem „gratis“ Strom heizen. Morgen geht unsere Reise weiter nach Belgien.