Jeden Morgen nach dem Morgenbad im Meer und dem Frühstück kam Selwyn zu uns und übte fleissig mit Papa Englisch. Mich schoben sie meistens ab ins Bett, so dass Mama mit Andrina und Luca rechnen konnte. Selwyn fand es immer lustig, dass meine zwei älteren Geschwister auch ständig homework machen mussten, bis wir ihm erklärten, dass wir vier Monaten unterwegs sind und dass Mama mit ihnen homeschooling macht in dieser Zeit. Da erzählte uns Selwyn, dass seine Tochter Simone auch Lehrerin sei in der St. Gabriel’s Primary School in Bridgetown. Das fand meine Mama natürlich mega spannend und so organisierte Selwyn uns einen Besuch an dieser Schule.

  

Heute Morgen war es nun wirklich soweit und wir wurden in die Stadt zur St. Gabriel’s School chauffiert. Dort erwarteten uns bereits Simone und ein paar neugierige Schulkinder in ihren blau-weissen Uniformen. Ich war natürlich - wie meistens - die Hauptattraktion und konnte mich beinahe nicht retten vor so vielen Händen, Fingern und „she is so sweet“-Rufen. Simone konnte uns nicht selbst durchs Schulgelände führen und so mussten wir uns beim Office melden, wo uns bereits eine andere Dame erwartete.

Die St. Gabriel’s Primary School ist eine öffentliche Schule, die nach britischem Modell geführt wird. Die Kinder können hier vom vierten Lebensjahr während sieben Jahren die Schule besuchen. Der Schulunterricht dauert täglich von 8:30 Uhr bis 14:30 Uhr mit zwei Pausen. Am Morgen dürfen die Kinder eine halbstündige Pause machen und die Mittagspause dauert eine Stunde. Alle Kinder essen in der Schule. So steht vor jedem Schulzimmer ein ganzes Regal mit Lunchboxes.

 

Am besten hat meiner Mama das Schulgelände gefallen. Die ganze Schule besteht aus verschiedenen kleinen farbigen Häusern die in einem Park verteilt sind. In jedem Häuschen befinden sich ein bis zwei Schulzimmer. Vor jedem Schulzimmer hat es eine Veranda die auf den Park oder ins grüne herausführt. Alle Türen der Schulzimmer stehen offen und man konnte die farbigen und fröhlichen Einrichtungen bestaunen. In jedem Zimmer hatte es mindestens einen Computer und ein TV-Gerät. Zudem hat es an der Schule noch einen speziellen Computerraum! - Auch hört man aus den Zimmern, wie im Chor Rechnungen geübt, Monatsnamen aufgezählt (Andrina und Luca konnten gleich mitmachen) oder gesungen wurde. Andrina meinte nur, sie könnte sich so nicht konzentrieren und sei froh, dass bei ihnen alle Schulzimmertüren geschlossen sind. Mir haben diese Geräusche gefallen und ich konnte prima in meinem Kinderwagen dazu dösen. Es war übrigens 34 Grad warm...

 

Den Rest des Schulbesuches und die Taxifahrt in die Stadt habe ich verschlafen und bin erst wieder aufgewacht, als sich die restlichen Familienmitglieder im Chefette (der Mc Donalds von Barbados) eine Stärkung genehmigten. Auch ich brauchte natürlich sofort einen kühlen Drink. Prost! – Schliessend sind wir noch dutyfree shoppen gegangen. Luca und Andrina haben ein T-Shirt erhalten und Papa hat sich eine neue Sonnenbrille gekauft.