Na Leute wie geht es euch? - Gemäss euren Berichten in unserem Gästebuch soll es in der Schweiz immer noch sehr kühl sein. Das bedauern wir natürlich sehr und wir wären froh, wenn wir unsere warme und eure kalte Luft etwas mixen könnten.

Wir haben übrigens grosse Freude an den vielen Grüssen, Mitteilungen und Wünschen in unserem Gästebuch. VIELEN DANK!

In Barbados ist es in den letzten zwei Tagen sehr warm und trocken geworden. Ideal um den Sonnenuntergang bei einem Apéro von unserem Geheimplatz auf dem Dach zu beobachten. Diesen habe ich euch noch nicht verraten oder?

    

Man sieht von hier oben auch immer wieder tolle Kreuzfahrtschiffe vorbeifahren, die tausende von Touris nach Barbados bringen. Diese erkunden dann in einem Tag die Insel und kaufen in der Haupteinkaufsstrasse von Bridgetown die Dutyfree Shops leer... – In den letzten Tagen war unter anderem das berühmte Riesenschiff „Queen Mary 2“ da (schaut euch auf dem Link einmal die Suiten an J). Es ist das zweitgrösste Passagierschiff der Welt mit 1310 Kabinen für je zwei Personen. Am letzten Freitag sind vier Riesenschiffe im Hafen gelegen. Die Schiffe treffen immer am frühen Morgen ein und fahren am Abend wieder weiter zur nächsten Insel.

Am Samstag waren wir in der Stadt. Wir sind zuerst dem Meer gefolgt und mussten dann einige Hundert Meter der Hauptstrasse entlang laufen. Das war nicht so toll und ich schwitze ziemlich in dem von Götti ausgeliehenen „Bugy“. Schlussendlich waren wir dann nach rund 40 Minuten im Zentrum und haben als erstes den „Fairchild Street Market“ angesteuert. Auf diesem Gemüse- und Früchtemarkt ist vor allem am Samstag etwas los und die ersten Marktstände sind bereits vor dem Gebäude positioniert. Die Farbenpracht war überwältigend.

Danach sind wir durch die Geschäfte der Bajans (so nennt man die Einheimischen) geschlendert bevor wir schlussendlich auf dem „National Heros Square“ gelandet sind. Dort war mächtig etwa los und Papa wurde plötzlich von einem TV-Moderator gepackt und interviewt. Er ist der Beni Turnheer von Barbados. Dieser wollte von Papa wissen, wie der legendäre Kricketspieler aus Barbados heisst. Nun gut, eine Fussballfrage wäre Papa lieber gewesen und einen „Telefon-Jocker“ hatte er nicht zur Verfügung. Zum Glück hat der Moderator kräftig nachgeholfen und Papa hat ein T-Shirt für die Twenty20 Crickettour 2010 gewonnen. Alle Zuschauer haben gejohlt und mein Bruder und meine Schwester haben je ein Lärminstrument erhalten, auf dem ich sehr gerne „herumchätsche“. Aber das ist noch nicht alles: am Sonntag sind unsere Gastgeber mit der Sonntagszeitung gekommen und siehe da, wer war mit Bild abgebildet? Natürlich Papa höchstpersönlich. Leider auch mit dem Vermerk, dass er von Kricket keine Ahnung habe...

                

Bridgetown selber hat nicht viel Sehenswertes. Es lebt vor allem von Kirchen, ein paar Einkaufsstrassen und einigen Schiffen und Jachten, die vor Anker liegen.

Die Rückreise haben wir dann mit dem Taxi gemacht. Papa hat den Taxifahrer noch überreden können, dass er eine Schlaufe vor einen Supermarkt macht, damit wir die nötigsten Esswaren für Sonntag einkaufen konnten. Mit dem Taxi auf Einkaufstour ist nicht gerade alltäglich.

Überhaupt ist das Einkaufen in Barbados ein spezielles Erlebnis. Es gibt so viele Früchte und Gemüse, die wir in Europa gar nicht kennen. Zum Glück kommt Gertrud immer wieder vorbei und bringt etwas zum ausprobieren. Danach können wir selber entscheiden, ob wir mehr davon einkaufen wollen oder nicht. Grundsätzlich bekommt man im Supermarkt fast alles, wenn auch die Qualität von Fleisch oder auch dem Gemüse nicht an den Schweizer Standard heran kommt. Wichtig war auf jeden Fall, dass Andrina und Luca ihre Nutella bekommen sowie Mama und Papa ihren Martini Bianco. Dies hat auf jeden Fall geklappt und somit sind alle zufrieden.

Oder besser gesagt fast alle. Mich versuchen sie nämlich seit Neuestem nebst Muttermilch mit Nestle-Brei zu füttern. Das war so eine Idee von der Kinderärztin, die findet, dass ich plötzlich nicht mehr genügend zunehme. Das ist doch Schwachsinn! - Hat die noch nie etwas von Bikinifigur gehört und dass man vor der Badesaison etwas auf die Linie achten sollte? Wenn ich mich im Spiegel betrachte muss ich schon sagen, dass ich recht an Masse zugelegt habe und es langsam Zeit wird, dass ich mich mehr bewege. Da bin ich auf jeden Fall auf gutem Wege und das Rollen vom Rücken auf den Bauch beherrsche ich unterdessen perfekt. Anders herum ist noch etwas schwierig. Ich bliebe oft an meinen Armen hängen, die mir in den Weg kommen. Aber ich garantiere euch, auch dies schaffe ich noch bis zum Ende unserer Ferien.

So Freunde, jetzt muss ich ins Bett, damit ich Morgen wieder fit bin.